Matschmann52019

.....entstand in der vergangenen Waldwoche, die wir mindestens einmal im Jahr durchführen. Dazu starten wir um 9 Uhr mit Matschsachen und einem Frühstück ausgerüstet in den nahegelegenen Kottenforst. Dort suchen wir uns einen Platz, um zunächst gemeinsam zu frühstücken und nach 30 Minuten Fußweg muss das auch sein: keine 100 Kinderschritte von der Kita entfernt, schlägt das Anstrengungsbewusstsein bei den ersten Kindern Alarm. Es ist eine Herausforderung an seine 7 Sachen zu denken, sie selber auf dem Rücken zu transportieren, eine lange Strecke zu gehen, auf den Vordermann und die Nebenfrau zu achten, wenn man in der Gruppe geht, auf die letzten Paare zu warten, wenn man doch erstes Kind in der Reihe ist.... Das gemeinsame Ankommen, es sich gemütlich einrichten, zusammen beten und mit dem Essen zu beginnen ist ein ruhiger Start in der unbekannten Umgebung. Erst einmal ausruhen nach einem anstrengenden Marsch und erst einmal schauen, wo ich gelandet bin und überlegen, was ich hier gleich tun möchte.

Heuhpfer

"Oh, ein grünes Tier, das sechs Beine und lange Fühler hat - das ist doch keine Spinne!" Vielleicht hat das Kind genauso gedacht, vielleicht auch nicht. Festzuhalten ist, dass es keine Angst vor dem Tier hat, es neugierig betrachtet und sich von den kreischenden Kindern ("Tu das weg! Das ist giftig!") nicht aus seiner Ruhe bringen lässt.

In unserem Leitbild haben wir unter anderem das Draußensein als einen Hauptaspekt in unserer pädagogischen Arbeit gesetzt. Bei jedem Wetter und an jedem Tag sind wir mindestens eine halbe Stunde mit den Kindern in unserem Garten oder gehen mit ihnen in den Wald. Viele Kinder nutzen den Garten auch während der offenen Lernphase und gehen ohne Erziehende nach draußen.

 

Weidentipi

Schon lange suchen wir Erziehenden nach einem Häuschen oder einer ähnlichen installierbaren Versteck- bzw. Rückzugsmöglichkeit für die Kinder. In diesem Winter stieß eine Kollegin über das kostenlose Angebot, abgeschnittene Weidenzweige zur Weiterverarbeitung abzuholen. Zum Glück hat es in den letzten Wochen häufig geregnet, so dass die Stecken nicht austrocknen konnten. Und endlich konnten wir anfangen einen kreisförmigen Graben entlang der Markierung aus Sand zu buddeln. Schnell wurde klar, mit Sandschaufeln kamen wir gegen die ganzen Wurzeln und Steine nicht an! "Wir brauchen echtes Werkzeug!" stellten die Kinder fest und schlugen vor, die Gartenwerkzeuge aus dem Verkehrsübungsplatzhäuschen zu holen. Mit Spaten, Astschere, Gartenschäufelchen, Härkchen und Spitzhacke konnte die Erde nun gelockert, Wurzeln durchtrennt und tiefer in den Boden vorgedrungen werden. Schließlich brauchten wir mindestens 40 Zentimeter Tiefe, um den Weidenstecken eine gute Gelegenheit zum Wurzel bieten zu können!

Knoten

Am 19. Februar blieb der Kindergarten geschlossen, denn wir Erziehenden hatten "Konzeptionstag". Was sich zur Zeit der Grippewelle vielleicht wie eine Krankheit anhört, ist dazu gedacht, dass sich das Team gemeinsam und kinderfrei über die pädagogische Arbeit austauscht, über sie reflektiert, neue Erkenntnisse entwickelt und Zukunftspläne schmiedet. Das nebenbei der teaminterne Gruppenprozess gepflegt wird, ist quasi die Kirsche auf dem Muffin.

 

Wir verbanden das Praktische mit dem Nützlichen und unternahmen (gesponsert von unserem Arbeitgeber!) einen Ausflug zur "Didakta", der sogenannten "Bildungsmesse", die in diesem Jahr wieder in Köln stattfand. Unsere Halle für "Frühe Bildung" trug die Nummer 9.1. Neben neuen Bilderbüchern, Forschungsmaterialien und robusten Puppeneckenmöbeln waren wir gespannt, was es sonst so für interessante und innovative Alltagshelferlein geben würde.