Kinderbesprechung2018

Jeden Mittwoch vor der Gartenzeit treffen sich alle Kinder und Erziehenden zur Kinderdienstbesprechung. Es wird gemeinsam überlegt, was in der letzten Woche gut war und was nicht gut war. Oft wird dieser Rahmen genutzt, um  sich heftig darüber zu beschweren, dass Kinder zanken, Gebäude auf dem Bauteppich umschmeißen, beim Aufräumen nicht helfen oder die Klokabäuschentür öffen, obwohl das Besetztschild zu sehen war. Die Erziehenden moderieren hierbei und werden häufig als "moralischer Leuchtturm" angefragt. "Das darf man doch nicht, oder? Das macht doch traurig, oder?" sind orientierungssuchende Fragen, mit denen die Kinder ihre Weltsicht (weiter-)entwickeln.

 Wenn ein Fest, wie bespielsweise Karneval ansteht, wird in der Kinderdienstbesprechung über das Karnevalsthema entschieden. Jedes Kind kann seinen Vorschlag vorbringen und ihn auf einen Zettel malen. Ähnliche Vorschläge werden zusammengelegt und gegebenenfalls ein Oberthema gesucht. Am Ende wird mit Klebepunkten oder Muggelsteinen über das endgültige Thema abgestimmt. Und was mache ich, wenn mein Thema nicht gewonnen hat, ich überstimmt worden bin, ich verloren habe? Eine große emotionale Herausforderung für viele jüngere und ältere Kinder.

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 ...fällt vielen Kindern sehr, sehr schwer. Es gibt unzählige, unterschiedliche Strategien, mit denen sich Kinder das Warten verkürzen oder es beenden. Beispielsweise durch schnelles, ausdauerndes Antippen der Erziehenden, wenn diese sich gefühlt unendlich lange mit einem anderen Kind oder der Mama unterhalten. Oder das kontinuierliche Umschleichen des Basteltischs, wenn mal wieder alle Plätze besetzt sind. Eine weitere Möglichkeit ist es, sich schnell auf einen freiwerdenen Stuhl am Frühstückstisch zu setzen, während das eigentlich dort sitzende Kind gerade seine Mandarinenschalen zum Müll bringt. Das Warten auf das Losgehen in den Wald und darauf, dass sich alle Kinder ihre Matschhosen und Gummistiefel angezogen haben, obwohl man als Erste/r fertig war!

Laternenwerkstatt2018

Auch in diesem Jahr hatten die Kinder drei Laternen zur Auswahl: einen Apfel, eine Fledermaus und eine Raupe. Während Apfel und Raupe Luftballonlaternen sind, die mit Kleister und Papier bzw. Wolle gestaltet wurden, besteht die Fledermaus aus einem alten Milchkarton in den mit einer spitzen Schere Fenster zu schneiden waren. Diese Fenster wurden dann mit farbigem Transparentpapier hinterklebt. Außerdem sollte der Karton mit schwarzer Farbe bemalt werden und auch in Bezug auf die Flügel war Fingerfertigkeit gefragt: das Hin- und Herfalten der Papierbögen stellte eine Herausforderung für sich dar.

Doch auch das Hantieren mit dem Kleister ist nicht allen Kindern angenehm. Viele entscheiden sich dafür, einen Pinsel für das Glattstreichen des Papiers oder das Einweichen der Wolle im Kleistertopf zu benutzen. Andere greifen mit Wonne in die Schüssel und vergessen beim Beobachten der Kleistermasse zwischen den Fingern ihren eigentlichen Bastelplan.

Blubberblasen

 

Gerade dann, wenn das Kindergartenjahr neu gestartet ist, alle neuen Kinder da sind und sich die "alten" Kinder mit ihrer neuen Rolle als "Mittelkind" oder "Vorschulkind" ein wenig arrangiert haben, gibt es eine Aktion, die bei allen gut ankommt: Blubberblasen!

Hierzu benötigt man nicht viel: die große gelbe Schüssel aus dem Schrank, ein Handtuch als Unterlage, Wasser (nicht zuviel und nicht zuwenig), Seife und einen Strohhalm. Wenn alles fertig gemischt und auf dem Tisch bereit steht, geht´s los: durch den Strohhalm Luft pusten, damit das Wasser wild blubbert und Schaum entsteht. Am lustigsten scheint es zu sein, wenn die Kinder zu zweit der Aktion nachgehen. Während des Pustens kann man mit seiner Stimme experimentieren. "Gebrummte" Schaumblasen sehen dabei nicht anders aus als "gepiepste" oder "gesummte", haben jedoch eine anziehenden und unterhaltende Wirkung auf die großen und kleinen Zuschauer im Raum.

Baustelle72018

Da die Holzumrandungen unserer Sandkästen seit einiger Zeit sehr verfault und morsch waren, mussten neue Konzepte her, um der nächsten Überprüfung durch den Kindergarten - TÜV standhalten zu können. Auch das seit langem geplante festinstallierte Sonnensegel sollte in diesem Jahr in Angriff genommen werden... Und dann - endlich (und zum Glück nach unserem Sommer- bzw. Abschlussfest) - standen die Baurabeiter im Garten und brachten allerlei Gerätschaften und Baumaterialien mit.