Weidentipi

Schon lange suchen wir Erziehenden nach einem Häuschen oder einer ähnlichen installierbaren Versteck- bzw. Rückzugsmöglichkeit für die Kinder. In diesem Winter stieß eine Kollegin über das kostenlose Angebot, abgeschnittene Weidenzweige zur Weiterverarbeitung abzuholen. Zum Glück hat es in den letzten Wochen häufig geregnet, so dass die Stecken nicht austrocknen konnten. Und endlich konnten wir anfangen einen kreisförmigen Graben entlang der Markierung aus Sand zu buddeln. Schnell wurde klar, mit Sandschaufeln kamen wir gegen die ganzen Wurzeln und Steine nicht an! "Wir brauchen echtes Werkzeug!" stellten die Kinder fest und schlugen vor, die Gartenwerkzeuge aus dem Verkehrsübungsplatzhäuschen zu holen. Mit Spaten, Astschere, Gartenschäufelchen, Härkchen und Spitzhacke konnte die Erde nun gelockert, Wurzeln durchtrennt und tiefer in den Boden vorgedrungen werden. Schließlich brauchten wir mindestens 40 Zentimeter Tiefe, um den Weidenstecken eine gute Gelegenheit zum Wurzel bieten zu können!

 

Leider mussten wir einen Baustopp einlegen, denn wir stießen auf ein Vlies?! Der angerufene Mann vom Baubüro kam daraufhin zu uns und begutachtete unsere Baustelle, schaute auf seinen Gebäudeplan und das Vlies und gab zum Glück die Baustelle wieder frei!

Mittlerweile konnten die ersten Stecken am unteren Ende von Rinde befreit werden. Hier galt es, sich an die nicht diskutierbaren Sicherheitsregeln beim Schnitzen zu halten: geschnitzt werden durfte 1. mit dem Messer vom Körper weg und  2. nur auf einer der beiden Sitzmatten. Das Messer musste auf jeden Fall immer auf dieser Matte bleiben. Allen war das sofort klar, denn die Messer waren echt scharf!

Die unten freigelegten Stecken wurden dann in den Graben gestellt und mit Erde festgedrückt. Ein großer Spaß war das Einschlemmen mit dem Wasserschlauch!  Damit sich genügend Wurzeln bilden können, brauchen die Stecken viel Matsch. Leider bekam auch die ein oder andere (Strumpf-)Hose ein paar Matschflecken oberhalb des Gummistiefelschafts. Beim Tipibau ist eben für alle Mithelfenden wenigstens eine kleine Herausforderung dabei.....

...und wenn es das Warten auf das erste Grün an den oben zusammengebundenen Zweigen ist.